Vorstellung meines Ich's
Hauudii,
mein Name ist Aila. Ich bin 16 und gerade in der schwierigsten Phase meines Lebens. Ich weiß, viele Jugendliche jammern rum wie schwer sie es doch haben. Aber Ich kann einfach nicht mehr. Ich habe letztes Jahr, im Julie versucht mich umzubringen. Es war eine Verzweiflungstat. Ich wollte sterben, aber auch Aufmerksamkeit. Mein Gedanke war: "wenn ich sterbe, denken die Menschen über mich nach." Ich weiß - krank.
Außerdem bin ich schon seid ich denken kann, Übergewichtig und komme damit einfach nicht mehr klar. Ich hasse meinen Körper einfach..Alle sagen immer, "Meine Figur ist ja so schön, weil das alles so schön aufgeteilt ist." - Schwachsinn! Ich bin nicht unbeliebt..aber auch nicht die Person mit der jeder was machen möchte..Nichts ganzes und nichts halbes. Ich habe sehr viele Freunde.. aber alle nur Oberflächlich..
-warum ich in die Klinik kam-
Ich habe im Julie 20 Schlaftabletten genommen. Ich habe mich mit der, leeren Packung in der Hand, auf's Sofa , mitten in den Raum gelegt. So das meine Mutter mich nicht übersehen konnte.
Als sie mich dann gefunden hatte, hat sie mich sofort ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde ich untersucht und musste nur eine Nacht bleiben.Die Ärztin hat bei meiner Untersuchung natürlich die ganzen Ritz Spuren am Arm gesehen... Das war das erste mal das meine Mutter die gesehen hat.. Meine Beiden Eltern arbeiten viel und kriegen nichts mit...
Was mir bis heute noch im Gedächtnis geblieben ist, als ich da so im Halbschlaf lag und die Ärztin gesagt hat das ich hier übernachten muss, und ich nicht wollte, das sie gesagt hat: " Tja Aila, da bist du selber schuld."
Ja hmm.. ich bin selber schuld.. ich weiß. Soll ich jetzt alleine was ändern können?
Ich hasse diese Frau bis Heute.
Nachdem ich aus dem Krankenhaus gekommen bin, war ich in ambulanter Therapie, in der Kinder und Jugendpsychiatrie in Harburg. 5 Wochen hatte ich da , alle 2-3 Wochen Therapie. Doch mein Gefühl wurde nicht besser. Also hat mit meine Therapeutin einen 3 Monatigen, Stationären Aufenthalt in der Klinik angeboten. Ich (mehr meine Eltern) habe zugesagt.
- Ich brauche es!-
Diese 3 Monate haben mir echt gezeigt was ich brauche. Die Therapeutin haben sich um mich gekümmert, richtiges Interesse gezeigt. Es gab eine Betreuerin der ich mich immer anvertraut habe. Ich vermisse es, das Menschen um mich sind, die verstehen wenn es einem schlecht geht. und keine Erklärung oder sonstiges erwarten. Dort konnte ich so sein wie ich war..
Mit den anderen Patienten habe ich viele Probleme andere kennen gelernt. Und auch Leute kennen gelernt die das selbe oder etwas ähnliches Durchmachen.
Außerdem habe ich dort über 10 Kilo abgenommen, zuhause schaffe ich es nicht abzunehmen.
- Zuhause?! -
SO und jetzt bin ich wieder zuhause... Ich HASSE es :(
Meine Beine und Arme sind voller Ritzt Spuren.
ich bin schon 3 Wochen zuhause und habe hier zuhause nur ein Kilo abgenommen. Ich krieg das zuhause mit dem Gewicht nicht hin. Manchmal stecke ich mir den Finger in den Hals. Aber es klappt nicht.. oder Esse kaum was. Früher war ich nie eine die "so etwas" gemacht hat .. aber heute ?
Seid ich zuhause bin (seid 15ten Februar) habe ich schon sehr oft über Selbstmord nachgedacht...Ob ich nicht einfach wieder in die Apotheke fahren soll und mir Tabletten kaufen soll. Diesmal aber mehr. Nicht nur das ich mich jeden Tag ritze
(was ich früher nicht jeden Tag gemacht hab) Ich denke auch dabei daran mir die Pulsadern Aufzuschneiden... Doch irgendetwas hält mich immer davon ab.
Ich habe erst am 19ten März wieder Therapie.. Ich halte es nicht aus.. Erst wenn es weg ist , weiß man was einem fehlt..
Es fühlt sich an , als ob ich einfach alleine gelassen wurde. Wie damals als mein Opa gestorben ist. Ich bin bei ihm aufgewachsen, mit meiner Schwester zusammen. Weil meine Eltern nur gearbeitet haben. Abends kamen sie dann Nachhause.
Ich war 8 als er starb.. Und es war schrecklich. Ich habe nie ein richtiges Vaterverhältnis zu meinem richtigen Vater aufgebaut, denn für mich war mein richtiges Vater gestorben.
Es gibt so viel zu erzählen... Viel schlechtes.
Was ich jetzt auf jedenfall weiß ist, dass ich zurück möchte. Zurück in die Klinik, wo man mich versteht, wo ich abnehme, und wo man sich um mich kümmert!
"Leben ist Tod, Tod ist Leben,
Wo ist da jetzt der Unterschied?"
thats's the story of my life.
- Aila -