Warum macht mein Körper das?!
Heute war ein komischer Tag. Ich war mal wieder nicht in der Schule. Ich weiß ganz genau wenn ich zur Schule gehen würde , dann setzte ich "die Maske" Tag's über auf und Abend's kommt dann der Einbruch...
Dann geh ich lieber nicht hin und es geht mit den ganzen Tag dreckig.
Warum macht mein Körper das? ganz unbewusst setzte ich ein Lächeln auf - doch wenn ich dann alleine bin, zitter ich, heule ich und kann mich nicht beruhigen..
- Ritzen gegen den Schmerz -
Das Blut läuft aus der Wunde. Und es fühlt sich gut an. Man hat ein gutes Gefühl und denkt einfach an nichts.
Doch hinterher weiß man es war dumm. Dumm das man nicht mit jemanden reden kann , anstatt sich selber zu verletzten..
Mein Mutter hat , als ich im Krankenhaus war, heraus gefunden das ich mich mit Rasierklingen Ritze. Bis heute hat sie mich nicht drauf angesprochen und nicht gefordert das ich sie ihr gebe.
Dieses unter den "Teppich kehren" hasse ich. Nur über meine Probleme sprechen, nichts ansprechen und so tun als ob alles gut ist.
Sie trinkt und gibt es nicht zu. Sagt es ist ganz normal. Mein Vater hatte wahrscheinlich eine Affäre, aber nein es ist ja alles GUT ...
ich habe das nur mit gekriegt weil ich nachts meine Mutter, durch die Wände , am Telefon rumschreien hören hab. Wenn sie mal wieder total besoffen war.
Warum brauch sie das unbedingt? Ich versteh das nicht. Seid ich aus der Klinik bin trinkt sie nur noch mehr. Jetzt Jeden verflixten Abend..
Bin ich etwa dran schuld?
Du bist doch nicht schuld, wenn Deine Mutter trinkt !
In der Regel sind ja die Eltern für Kinder verantwortlich und nicht umgekehrt, du hast selbst eine große Last zu tragen, konzentriere dich auf Dich.
Ich sehe das ähnlich. Du bist nicht schuld. Im Gegenteil. Gerade als junger Mensch hat man seine Eltern nötig, ihre Zuwendung und Liebe und ihr Verständnis. Du schriebst ja, dass Du das in der Klinik erfahren hast, wie das ist, wenn sich jemand um Dich kümmert und wie gut Dir das getan hat. Deine Mutter kann das ganz offensichtlich nicht, aber das ist nicht nicht Dein Fehler. Sie trug und trägt Verantwortung für Dich, nicht umgekehrt.
Schon mal über eine ambulante Therapie nachgedacht? Ich habe wegen meiner Depression eine gemacht, und es war wirklich eine gute Entscheidung. Ich war und bin ähnlich skeptisch mit Medikamenten wie Du und habe daher auch keine genommen, aber ich gebe Morphine (c17h19no3) vollkommen Recht - wenn man ganz unten ist, dann können sie ein Rettungsanker sein, und den zu ergreifen bedeutet, dass man leben will. Mir half letztlich auch Johanniskraut. Viele sind ja skeptisch gegenüber "Naturheilmitteln", aber es ist nachgewiesen, dass zumindest die 900er Dosierung bei mittelschweren Depressionen gute Wirkung zeigt. Genau so gut wie die von Antidepressiva, aber ohne die heftigen Nebenwirkungen. Da hilft allerdings das niedrig dosierte Zeug aus der Drogerie nicht wirklich. Aber nur so als Tipp. Alles, was Dir hilft, ist willkommen, und was Du nicht möchtest, lass links liegen.
Schau, das Du Hilfe bekommst, denn von Deinen Eltern hast Du wie es scheint gerade wenig zu erwarten. Ich meine das nicht böse, vielleicht können sie es nicht. Aber Du hast es verdient, dass sich jemand um Dich kümmert, bis Du stark genug bist, dass Du es wieder selber kannst. Alles Gute! Und nicht vergessen: Du bist noch so jung. Da sind ganz viele Möglichkeiten!
ja ich suche mir zur zeit auch eine ambulante therapie .. aber als ich da angerufen habe, meinte die sekretärin die sind für mich nicht zuständig..
wer ist denn bitte zuständig für mich, sind die dumm?!
Und zurzeit werde ich von der klinik ja auch noch "ambulant begleitet" das ist aber nur alle 4 oder 6 wochen.. und das ist soooo lange :S
oh man ja ich werde mich auf jedenfall wegen den Naturheilmitteln erkundigen , Danke ! :)
vtl solltest du deinen schweinehund mehr an die leine nehmen und auf deine vernunft hören...
werd Epikureer das ganze leben ist doch wie ein lauf, los laufen ist einfach scheiße, aber ankommen ist granidos
gute besserung
@melliblog: Sorry, mit dem inneren Schweinehund hat das rein gar nichts zu tun - das ist ein weit verbreiter Irrtum.
@Aila: Um eine ambulante Therapie muss man sich selbst kümmern. Ich weiß, das ist blöd, und die Wartezeiten sind bisweilen auch ganz schön lang. Im Zweifel kannst Du Dich auch an Deinen Hausarzt wenden, der Dir dann vielleicht einen Rat geben kann, welche Therapeuten für Dich in Frage kommen. Ansonsten hilft nur, sich einfach verschiedene rauszusuchen (per Internet oder Telefonbuch), oder Du fragst mal in der Klinik, ob sie Dir jemanden empfehlen können. Normalerweise geht man dann wöchentlich, das ist auf jeden Fall besser, als nur alle vier bis sechs Wochen. Viel Glück.
hier findest du ambulante therapeuten in hh:
http://www.psych-info.de
ich habe glück gehabt, ich hatte nach einer woche einen therapeuten. ich hab einfach jeden tag so fünf adressen angerufen und hab mein sprüchlein aufgesagt. meinen psychiater habe ich erst sechs monate später gefunden. bis dahin war ich jede woche in der klinik. (ich bin ganz perplex, dass du so selten therapie hast, das ist viel zu wenig!)
ich habe übrigens gestern mal mit einem guten freund gesprochen, der arbeitet bei der jugendhilfe, der hatte viele gute tipps und könnte dir sofort helfen. wenn du dir das mal ganz unverbindlich anhören willst, was er zu sagen hat, melde dich einfach mal bei mir (morphinchen@gmx.de).
sturmfra: ja die haben mir auch welche rausgesucht... aber die meinen die sind nicht für mich zuständig.. und ich habe auch schon viel rum telefoniert, aber meistens wollen die ein elternteil sprechen, aber meine eltern arbeiten nur.. und Meine Mutter vergisst das meistens , wenn sie auf der Arbeit ist, anzurfen...
c17h19no3: ja aber da in der klinik ist das so, dass sie einen nur so lange "begleiten" bis man eine richtige Therapie gefunden hat.. und die meisten ambulanten Therapeuten sind da schon voll...
ja habe auch schon überlegt ob ich bei sowas anrufe... aber irgendwie trau ich mich das dann nie in dem Moment O.o
danke für deine Hilfe!
Was das nicht trauen angeht: Hast Du eine Lehrerin/einen Lehrer, der/dem Du Dich anvertrauen kannst? Wegen Deiner Fehlzeiten wissen die vielleicht eh schon bescheid?
Die Lehrerin könnte mit Dir gemeinsam den Erstkontakt zu einer passenden Einrichtung aufnehmen, Dich beim "ersten Schritt" unterstützen und auch ggf. mit Deinen Eltern sprechen bzw. diese mit einbinden.
Ich habe eine gute Klassenlehrerin , mit der habe ich auch letztens gesprochen wegen meinen Depressionen. Aber ich glaube nicht das sie mich da unterstützen kann.. ;/
Manchmal wünsche ich ich würde den Mut dazu haben mich selber zu ritzen, ich schlage mich, aber nur weil ich meinen Zorn über mich selber oder eher gesagt über mein verhasstes Ich.Es ist schlimm, wenn man mit niemandem über seine Propleme reden kann, man frisst es in sich selber ein und es entschtehen große Wunden(Ich rede von Erfahrung), die immer größer werden, aber um sie zu heilen brauch man eine zweite Person. Bei dir würde ich das Propleme nennen(die du in dich einfrisst) und bei mir Geheimnisse, Angst und Sehnsucht. Du wirst vielleicht nicht verstehen was ich damit meine, das tut niemand, aber so würde ich es nennen.
Doch ich versteh was du meinst. Jeder geht mit seinen Gefühlen anders um .. Manche ritzen sich, manche fressen es in sich hinein, manche kriegen Ängste , und manche gehen daran kaputt .. lass es nicht so weit kommen!